Ipercoop ESP

Ipercoop ESP

Einkaufszentren

Ipercoop ESP - Ravenna - Italien


Die Neugestaltung des Einkaufs-Centers Ipercoop ESP in Ravenna übernahm die Architektin Germana Caselli in Zusammenarbeit mit dem Architekten Paolo Avellini der Kooperative Inres. Unsere Redaktion stellte Germana Caselli einige Fragen zum Grundkonzept des Projektes. Hier ihre Antworten:
FMG: Auf welchem Konzept baut das Projekt auf?
Caselli: Das Einkaufs-Center sollte einem Facelift unterzogen werden, das ihm ein moderneres Erscheinungsbild verleihen sollte.
Zuerst musste die etwas barocke Anmutung beseitigt werden, die auch auf die ursprüngliche Materialwahl mit einem großzügigen Einsatz von Marmor für Fußboden- und Wandbekleidungen zurückzuführen war. Des Weiteren reduzierten wir die Gestaltungselemente auf das Wesentliche, verwendeten wir modernere Materialien und trafen wir eine akkurate Farbwahl, insbesondere der Markenfarbe Rot, die nach speziellen Kriterien auf alle Flächen des Zentrums verteilt wurde.
Und das ist auch die Kernidee aller jüngeren Gestaltungsprojekte von IGD: Die Erschaffung eines Konzepts basierend auf der Verwendung einer Erkennungsfarbe, das in sämtlichen unternehmenseigenen Zentren wiedererkennbar und als Leitgedanke überall identifizierbar ist.
FMG: Vor welche Herausforderungen stellte das Projekt?
Caselli: Die größte Herausforderung bestand darin, das Einkaufs-Center völlig neu zu gestalten, ohne die Grundstruktur zu berühren. Hierbei galt es eher wegzunehmen als hinzuzufügen, die Linien zu vereinfachen und klarer zu gestalten und vor allem das Projekt umzusetzen, ohne dass das Einkaufs-Center einen einzigen Schließtag planen musste.
FMG: Welche Lösungen haben Sie angewendet?
Caselli: Wie schon gesagt: Entfernung des Marmors von allen Flächen, Einführung von moderneren Materialien wie großformatiges Feinsteinzeug, Polycarbonat, digitale Mosaike für die Säulen sowie Metallgitter und Formteile aus Gipskarton für die Zwischendecken, all das mit einem sehr technischen Design für alle Flächen, vom Boden bis hin zu den Zwischendecken.
Außerdem wurde ein völlig neues Beleuchtungskonzept in LED-Technik erarbeitet, das die Beleuchtung zu einem Grundelement der Raumgestaltung macht und funktionale mit optischen Kriterien vereint. FMG: Welche Pluspunkte wurden erzielt?
Caselli: Die Verjüngungskur hatte Erfolg: Die Verwendung von hellen Farben sorgt für mehr Helligkeit und ein großzügigeres Raumgefühl in der Einkaufspassage. Das Muster des Bodenbelags schafft eine Art Route, die den Kunden durch das ganze Einkaufs-Center führt.
FMG: Worin bestanden die Erfordernisse des Bauherrn und wie wurden sie mit der Materialwahl in Einklang gebracht?
Caselli: In diesem Fall geht die Planung vom Bauherrn selbst aus. Man kann sagen, dass das Erfordernis darin bestand, einem Einkaufs-Center neue Vitalität und Attraktivität zu verleihen, das bei den Kunden bereits einen hohen Zuspruch fand. Daher wurde versucht, die Kunden mit unkonventionellen Materialien und Farben zu verblüffen, die sich von den bisherigen völlig unterschieden.
FMG: Welche Materialeigenschaften bringen das Objekt am besten zur Geltung (Helligkeit, Geräuschdämmung, Beständigkeit, Eleganz, High-Tech-Optik…)?
Caselli: Zweifellos ein Zusammenspiel aller genannten Merkmale.
FMG: Wie wurde das Material für die Boden- und Wandbekleidung ausgewählt? Von welchen Kriterien gingen Sie aus (Optik, Leistungsmerkmale, Herstellungsverfahren etc.)?
Caselli: Auch in diesem Fall handelt es sich um einen Mix aus allen Merkmalen des Bodenbelags. Die Optik ist nicht von den technischen Leistungsmerkmalen trennbar, das gilt auch für den Produktionsprozess, insbesondere für die Herstellung des farbigen Materials in einem bestimmten Rotton.

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